Salongeschichte - Tradition trifft Transformation

 

 

Die ersten salonartigen Zusammenkünfte fanden um 1450 in Italien statt, als bewusster Gegenentwurf zum streng reglementierten Hof-Zeremoniell, das auch Frauen "von Rang" keinerlei Selbstausdruck außerhalb des Hofes zubilligte.

Eine Salonkultur entwickelte sich aus gleichem Antrieb ab 1600 in Frankreich.

Das obige Gemälde zeigt den Literarischen Salon der Mme. Geoffrin.

Salons waren im Ursprung Treffpunkte adliger und intellektueller Kreise, die von gebildeten, zumeist wohlhabenen, oft adligen Frauen gegründet wurden:
aus heutiger Sicht sozusagen als Solo-Unternehmen.

 

Ihre Gründerinnen - die Gastgeberinnen wurden Salonièren genannt - schufen eine stilvolle Atmosphäre, um unterschiedlichste Menschen frank und frei miteinander ins Gespräch zu bringen. So wurde in den Salons ebenso philosophiert, wie diskutiert und debattiert. Freimütiger Gedankenaustausch der Frauen untereinander, aber auch zwischen Frauen und Männern war möglich, Schöngeistiges und die Kontaktpflege standen im Mittelpunkt der zumeist wöchentlich stattfindenden Salons.
Genau diese Qualität von Begegnung macht auch heutzutage ein gelungenes Networking aus.

 

Viele der Salonièren führten darüber hinaus intensive Korrespondenzen mit Gelehrten oder gekrönten Häuptern, waren hoch geschätzte Ratgeberinnen ihrer Zeit. Einige Damen veröffentlichen ihre Briefsammlungen und publizierten Bücher zu ihren Fachthemen.
In der heutigen Zeit wären Sie sicher namhafte Autorinnen und Bloggerinnen.

 

Im 18. Jahrhundert bildete sich die Salonkultur auch in Deutschland und Österreich aus, bis der Nationalsozialismus den Salons in den 1930er Jahren einen Riegel vorschob: nicht zuletzt, weil einige der bekanntesten Salonièren dieser Zeit (beispielsweise in Berlin und Wien) selbstbewusste Jüdinnen waren.

 

Und wo liegen meine Wurzeln als Salonière?
Meine schlesische Urgroßmutter Margarete und ihre Tochter, meine Großmutter Elfriede, führten in ihrer Zeit "ein Haus": Margarete Selma Dietrich engagierte sich als durchgängig berufstätige Lehrerin (und Ehefrau eines Schulleiters) für Mädchenbildung: "Lesen, Schreiben, Rechnen, Selberdenken" - so nannte sie damals ihre vier Fächer der "Weiberbildung"!

Ihre jüngste Tochter Elfriede Petruschke (geborene Dietrich) wuchs somit mit drei sehr selbstbewussten älteren Schwestern auf und vernetzte später mit feinem Gespür Menschen aus Kultur, Wirtschaft und Politik.

 

Und auch ich fühle mich in der Salongeschichte sehr zuhause und trage den ZeitGeist mit Esprit und Leidenschaft in die nächste Runde: Mit dem monatlichen "Salonfrühstück", dem "Salonabend Bühne frei!" sowie dem abendlichen "SINN'EMA - Genussvolles für Geist & Gaumen" :-)

Du wünscht dir meine erfahrene Expertise und Begleitung durch deine Wandelzeit? 

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